Mittwoch, 3. September 2014

Patchwork & Quilting


Yuhuuu ich habe es endlich geschafft! Mein Blog hat sich herausgeputzt, aufgehübscht und ist nun endlich soweit, dass ich euch an meinen Nähschätzen, Reiseabenteuern und Kochkünsten teilhaben lassen kann.

Als ersten Post habe ich mir dafür etwas ausgesucht, das seit mittlerweile knapp einem Jahr ein großes Hobby von mir geworden ist: Patchworkdecken nähen!












Dies war meine allererste Näharbeit letztes Jahr und als Geschenk für den Nachwuchs meines Cousins gedacht und daraufhin folgten diverse weitere Patchwork-Schätze in den unterschiedlichsten Farbkonstellationen als Geschenke für meine Lieben.


Vor kurzem ist dann auch meine erste für-mich-persönlich-gedachte Patchworkdecke fertig geworden, die ich an den Seiten noch schön gequiltet habe, damit ich einen knautschigen Rand habe. Den Stoff dafür habe ich mir bei meinem Australien-Trip im Dezember  2013 in Alice Springs gekauft, wo ich meinen bisher allerallerliebsten Nähladen entdeckt habe *verliebt - leider ist er tausende Kilometer weit weg, aber er hatte soviele tolle Stoffe, wie unter anderem diese Hoffmann Fabrics mit denen ich das Patchwork genäht habe.

Das Innenvlies und den Rückseiten-Stoff habe ich hier in Deutschland erworben, dafür langt mir ein heimischer Stoff ;-)

Und die Decke, die ich als Tagesdecke fürs Bett nutzen werde, ist riesig (240x240cm), hat eine Heidenarbeit bedeutet und ist ein absoluter Traum!





Weil es mir soviel Spaß gemacht hat, habe ich gleich weiter gepatched und mich dabei von Ina von Pattydoo inspirieren lassen, die mit einer Jelly-Roll eine wunderschöne Patchworkdecke gezaubert hat.
Die verschiedenen Stoffstreifen habe ich dabei selber zurecht geschnitten (jeweils 10cm breit) und unterschiedliche Längen gewählt, um ein schönes gemischtes Muster zu kreieren.

Und so hab ich es an einem halben Tag geschafft:

An Nähzubehör habe ich...

* meine 10cm breiten Baumwollstoffstreifen (welche Länge die insgesamt erreicht haben, kann ich euch leider nicht mehr sagen, das habe ich verschwitzt nachzumessen)
* Nähgarn zum Zusammennähen der einzelnen Streifen
* Volumenvlies, damit die Decke nachher schön kuschelig wird
* einen Stoff für die Rückseite (am besten auch einen Baumwollstoff, da dieser sich beim Nähen nicht verzieht; ich hatte hier einen Stoff mit einem leichten Jerseyanteil, wodurch manche Stellen etwas verzogen sind, was ich optisch aber sehr schön finde)
* ggf spezielles Quiltgarn (ich habe ein normales farbiges Nähgarn zum quilten genutzt mit einer normalen Nähnadel und das hat auch wunderbar geklappt)
* (Sicherheits-)Nadeln mit denen ich die Stoffstreifen und später die drei Lagen (Patchwork + Volumenvlies + Rückseitenstoff) fixiere beim vernähen


... verwendet.


Noch ein Tipp: Ihr solltet darauf achten, dass alle Stoffe, die ihr nutzt, vorgewaschen sind, damit sich später beim Waschen nichts verzieht.


Als erstes schneidet ihr, falls ihr sie nicht schon fertig habt, die Stoffe in gleich breite Streifen, so wie ich meine in 10cm breite Streifen. Es ist dabei überhaupt nicht schlimm, wenn sie unterschiedlich lang sind, weil ihr dadurch ein noch lebendigeres Muster reinbekommt.


Wenn ihr alle eure Streifen habt, legt ihr euch auf einer großen Fläche die Stoffe zu einer großen Fläche zurecht. Dann nehmt ihr euch die ersten zwei Streifen und näht zwei Enden wie folgt mit einer schrägen Naht zusammen (von der linken Ecke oben zur rechten Ecke oben des Quadrats, das sich aus den überlappenden Stoffen ergibt):





So verfahrt ihr dann fortlaufend mit allen Streifen, sodass ihr zum Schluss EINEN langen Streifen habt.

Hier nehmt ihr euch beide Enden und legt sie rechts auf rechts aufeinander und näht die rechten Seiten zusammen. Wenn ihr am Ende ankommt, schneidet ihr dieses auf und näht bis zum Rand. Und dann fangt ihr wieder von vorne an.

Ihr legt beide Enden rechts auf rechts aufeinander und näht die rechten Seiten zusammen, schneidet unten auf, wenn ihr angekommen seid und näht bis zum Rand. So verfahrt ihr immer wieder bis ihr ein bestimmtes Muster oder eine bestimmte Größe erreicht habt.


Wenn ihr wollt, könnt ihr euer Patchwork nun noch eine ganz besondere Note verleihen und Aufnäher, selbstgemachte Stoffblüten oder Buchstaben zur Verzierung anbringen.


Euer Patchwork-Top legt ihr dann auf ein ebenso großes Volumenvlies und darunter euren Stoff für die Rückseite, der auf allen Seiten 6cm überstehen sollte, damit ihr euer Patchwork-Top nachher mit einem schönen Rand verzieren könnt.


Am besten fixiert ihr nun die drei Lagen mit euren Sicherheitsnadeln, damit sie sich beim quilten nicht verschieben. Ich habe wie Ina es bei Pattydoo vorgenäht hat, jede zweite Reihe über der Naht gequiltet und auch auf der Rückseite ist dadurch eine schöne Ziernaht entstanden (ich habe mit einem weiten Zickzackstich genäht).



Wenn ihr damit fertig seid, legt ihr die fast fertige Decke auf eine große Fläche, um die Ränder doppelt auf die Vorderseite umzuschlagen, sodass ihr einen schönen Rand habt. Ihr könnt dies nun mit einem normalen Stich oder wie ich weiter mit eurem Zierstich vernähen. Ich fand es besonderer mit meinem Zierstich weiterzuarbeiten :-)
Und so sieht dann das fertige Kunstwerk aus:
 




Viel Spaß beim Nach- und Mitnähen, denn dies wird nicht meine letzte Jelly Roll bleiben ;-)

Ein geflügeltes Nähen wünsche ich euch,
eure Papillon Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

1 Kommentar:

  1. Willkommen im Bloggerland!
    Ich wünsche dir noch viel Spaß und freue mich auf deine weiteren Nähschätze, Küchensauereien und bin schon neugierig wohin dich das Fernweh treibt!
    GlG Karin

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